kaum anderthalb stunden autofahrt und schon bin ich... auf dem dorf. überall häuser mit spitzengardinen, gepflasterte straßen, verschlungene gässchen - und ich. mittendrin. und plötzlich bin ich wieder sechzehn und falle auf. obwohl ich für meine verhältnisse sehr normal gekleidet bin. wir gehen noch ein eis essen (ja, wir gehen. innerhalb von drei minuten sind wir in der "innenstadt") und natürlich wird überall das deutschlandspiel gezeigt. mich beschäftigt das ganze nicht wirklich, ich kann weder genug patriotismus entwickeln, noch interessiere ich mich in irgendeiner weise für fußball. ich beobachte lieber die juendlichen, die überall sitzen, die wangen geschminkt, mit ketten, trikots und fahnen behangen. trotzdem ist es irgendwie nett, diese gemeinschaft zu sehen. ja, nett.
zur halbzeit laufen wir zurück nach hause und plötzlich sehne ich mich nach berlin, nach meinem berlin. nach dem schmutz, dem staub, den mürrischen menschen, dem durcheinander. und ich freue mich, dass herr fuchs mich morgen besucht, so lange ich zur schulung hier bin. ich freue mich auf die schulung direkt am frankfurter flughafen und ich bin froh, dass ich ein auto habe und flexibel bin.
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