Es gibt so Abende, an denen mir alles zu viel wird. Heute ist so einer. Wenn ich durch meinen Kalender blättere, mir überlege, wie wohl der Uni-Stundenplan wird und was ich so vorhabe und tun muss und müsste, bekomme ich Herzklopfen und mein stressgeplagter Bauch rumort. Ich habe keine Ahnung, wie ich Uni und Arbeit und Freunde und Familie vereinen soll. Wie soll ich voll studieren und jeden Monat vierhundert Euro verdienen? Wie soll ich hier leben und gleichzeitig meine Familie nicht vernachlässigen, die mir im Augenblick sowieso zuviel ist? Wie soll ich meinem Vater diplomatisch vermitteln, dass er eigentlich verpflichtet wäre, mir mehr Geld zu zahlen, als er es tut, und dass ich dieses Geld brauche, weil ich nicht weiß, wie ich meinen Lebensunterhalt (bis auf die Miete) allein bestreiten soll? Viel zu viele Fragen und viel zu wenige Antworten. Dazu kommt meine Wohnung, die einfach gerade so unordentlich ist, dass ich mich nicht mehr wohlfühle. Morgen habe ich frei (den einzigen freien Tag dieser Woche) und ich werde aufräumen, putzen, staubsaugen. Weil ich mich nicht entspannen kann, wenn ich soviel im Hinter- und im Vorderkopf habe. Wie geht das? Ich werde für den Anfang weiter Musik (Cat Stevens - noch 52 Tage!) hören, mir nun noch einen Tee kochen und versuchen, nicht daran zu denken, dass ich nächste Woche vermutlich viermal arbeiten muss und Sonntag und Montag streichen will. Weil dieses Projekt das Einzige war, welches ich wirklich während der Semesterferien durchziehen wollte. Mein Kopf pocht zum Zerpsringen.
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2 Kommentare:
"Wie soll ich meinem Vater diplomatisch vermitteln, dass er eigentlich verpflichtet wäre, mir mehr Geld zu zahlen, als er es tut, und dass ich dieses Geld brauche, weil ich nicht weiß, wie ich meinen Lebensunterhalt (bis auf die Miete) allein bestreiten soll? "
So ähnlich kenne ich das auch bzw. so ähnlich wird es ab Mai bei mir sein. Ich sage dir Bescheid, wenn ich eine Lösung gefunden habe.
Das ist richtig, richtig blöd. Vor allem will ich mich ja auch nicht mit ihm anlegen... :> Und es ist auch nicht, dass er nicht genug Geld hätte (das Gericht hat bei der Scheidung meiner Eltern ja geprüft, wieviel Geld mir von ihm zusteht), aber ARGH. ._.
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