Freitag, 11. März 2011

347

Das Namensschild in die Blechkiste werfen, auf dem Austragungsbogen unterschreiben und den Kollegen einen schönen Abend wünschen. Nach unten eilen, den Blazer aus, die Jacke an. Und dann: Feierabend.

Die wenigen Stufen nach oben und dann die Tür öffnen. Lauer Wind, Menschen in der Seitenstraße. Taxen. Abendlichter, Feierabendverkehr. Zigarettenrauch und Parfumduft. Die Treppen zur U-Bahn hinabeilen und in letzter Minute durch die noch offene Tür springen. Zwischen Menschen stehen. Fremde Stimmen, müde Touristen. Erschöpfte Gesichter, ein roter Luftballon. Ein altes Pärchen, aneinandergelehnt an der Tür stehend. Musik in den Ohren, ein bunt geschminktes Mädchen. Zeitungsrascheln, ein Schifferklavier. Wehe Füße und Abendgedanken. Entspannung, Abendessensduft. Autos. Leere Gehsteige.

Die Tür aufschließend, die Katze, die einem um die Beine streicht. Das "Zuhause-Gefühl". Kekse und Tee zum Abendbrot. Ein wenig aufräumen, in die gemütliche Hose schlüpfen, sich abschminken und die Kontaktlinsen im Bad lassen. Musik an, Licht aus.


Vergiss Romeo und Julia
Wann gibt's Abendbrot?
Willst du wirklich tauschen
Am Ende waren sie tot
Ich werd immer für dich da sein,
Bist du dabei?
In dem Gefühl wir wären zwei



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