Donnerstag, 10. März 2011

345

den wecker ausstellen und sich noch einmal umdrehen. irgendwann erwachen und den grauen himmel erblicken, als man die vorhänge kurz beiseite zieht. gemütliche sachen anziehen, dicke wollsocken und einen kusczhelpullover, einen tee kochen. sich in den sessel setzen, musik anmachen und dann: zurücklehnen. einatmen, ausatmen. die welt heute einfach mal machen lassen, ohne darüber nachzudenken, was man könnte, wollte, müsste. zusehen, wie es noch ein wenig heller wird und dann irgendwann dunkler. aufstehen, mehr tee kochen und die suppe von gestern aufwärmen. durch alte bücher blättern. und am abend einen herzzereißend traurigen film gucken. weinen. und sich hinterher ein wenig freier fühlen.


stattdessen: noch vor dem wecker aufstehen. die arbeitsklamotten anziehen, schnell einen tee kochen. dazwischen schminken, müsli essen, ein paar seiten lesen. eine jacke anziehen und zur u-bahn laufen. zur arbeit fahren, die kollegen begrüßen. den ganzen tag lächeln, freundlich sein, kassieren, einpacken - das übliche. und dann wieder nach hause fahren.

heute ist ein tag, den man eigentlich mit schokokeksen im bett verbringen sollte!



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