Samstag, 8. Januar 2011

291.

es wird zeit, dir einmal einen post zu widmen. ich saß gerade in der küche und war dabei, erdnüsse von ihrer schale zu befreien. da lief dieses lied, und ich musste an dich denken. ich weiß nicht mehr genau, wie es war; habe ich zuerst dein blog gefunden oder du meines? es ist auch nicht wichtig. ich lese nun schon seit so vielen jahren bei dir, beinahe fünf, oder noch länger. du hast mich oft zum nachdenken gebracht, manchmal habe ich von dir geträumt. durch dich habe ich wundervolle neue musik kennengelernt. zum ersten mal getroffen haben wir uns im sommer 2007. ich arbeitete bei freunden und fuhr über's wochenende in die heimat. du warst ganz in der nähe, also beschlossen wir, uns zu treffen. ich war wirklich aufgeregt. ich hatte angst, wir hätten uns nichts zu sagen, oder - noch schlimmer - könnten nicht miteinander schweigen. ich verfuhr mich ein paar mal, aber schließlich erreichte ich doch den parkplatz zwischen den bäumen. ich stieg aus, müde von der langen fahrt, und da kamst du mir entgegen. als wir uns umarmten, ganz vorsichtig, musste ich lächeln. es fühlte sich genau richtig an. wir fuhren zusammen in die stadt, schlenderten hierhin und dorthin, tranken schließlich etwas. manchmal hätte ich gern einfach deine hand genommen. dir gesagt, dass ich dich irgendwie verstehe. das wir uns ein wenig ähnlich sind. wir saßen draußen, es war warm und die sonne begann gerade erst unterzugehen. irgendwann musste ich weiter, in die heimat. ich setzte dich wieder auf dem parkplatz ab und wir verabschiedeten uns voneinander.

an die nächste bewusste begegnung erinnere ich mich dann im herbst. ich war in new york, bei einer freundin, und ich hatte heimweh und fühlte mich so einsam. es war mitten in der nacht, alle schliefen bereits, als ich beschloss, dich anzurugen. kannst du dich noch daran erinnern? ich weiß nicht mehr, über was wir redeten, aber nachdem wir aufgelegt hatten, konnte ich endlich schlafen und fühlte mich nicht mehr so allein.

es gibt kein gemeinsames bild von uns, aber das ist auch nicht wichtig. es ist seltsam, aber ich fühle mich so... wohl bei dir. so normal. ich kann einfach neben dir hergehen und über irgendetwas reden. und mich gut fühlen dabei.

ich glaube, es ist an der zeit, mich mal bei dir zu bedanken. wir haben noch immer kontakt, zwar nicht immer viel, aber ich schaue jeden tag bei dir vorbei und bin immer gespannt, was es neues gibt. seltsamerweise habe ich das gefühl, dir immer irgendwie nahe zu sein. manchmal, wenn ich über irgendetwas nachdenke, landen meine gedanken ganz automatisch bei dir. es ist schön, dass es dich gibt.


Low light, mercury morning
No need to stay as it's always nothing.
But your eyes tell a whole other story and I feel the weight of the world.
You won't talk
You Won't try
just move
It's too still in your sadness.
Cry, give up.
It's okay
You've just got to trust me.
You find your way back down.
And I'll keep the area clear (please clear the area).
When you find your way back down, in one piece.
Then I'll just be waiting here, right here.


*


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