Freitag, 30. Juli 2010

228.

ich glaube, momentan geht es mir am besten, wenn ich nach einem langen arbeitstag mit den anderen im bus zum hotel sitze. so wie vorhin. wenn dann die sonne scheint, wir einfach nur dahinfahren und ich dieses lied höre, dann ist alles gar nicht so schwer. dann muss ich nicht nachdenken, dann sehne ich mich höchstens danach, in einem alten, gemütlichen auto auf einer landstraße zu fahren und musik zu hören. manchmal habe ich dabei dieses bild vor augen...

ich, auf dem beifahrersitz, die füße auf der ablage, die beine angewinkelt, ein buch im schoß. die sonne scheint, die fenster sind ein wenig geöffnet, sodass warme luft hereinströmen kann. im hintergrund läuft musik. wer fährt, ist gar nicht wichtig. es ist egal. es gibt kein ziel, keinen ort, an dem wir ankommen müssen. wenn es schön ist, halten wir an und verweilen einen augenblick. wenn es abend wird und wir müde sind, halten wir an und übernachten irgendwo. in einem kleinen motel oder einfach auf einem rastplatz, den mond und die sterne über uns.

doch spätestens in diesem moment holpert der bus kurz und kommt dann zum stehen; wir sind da. also beginnt dasselbe spiel wie jeden tag. sich noch einmal kurz motivieren, aussteigen, taschen und koffer schnappen und schnell ins hotel. einchecken und ab ins zimmer. wir sind alle müde, mehr als zwölf stunden waren wir heute unterwegs.

schnell das nötigste auspacken und dann das laptop hochfahren. ins internet einwählen, musik anmachen, emails nachschauen. doch spätestens, wenn ich mich dann bei der ein oder anderen seite einlogge, habe ich keine lust mehr darauf. zuviel. kommentare, pinnwandeinträge, nachrichten, fotokommentare. das ist mir alles viel zu viel gerade.

danke, für alle eure kommentare und überhaupt. es tut gut, einfach alles runterzuschreiben, wirklich. auch, wenn es vielleicht manchmal etwas durcheinander und vage ist.



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