Mittwoch, 28. Juli 2010

222.

ich fühle mich so falsch wie schon seit monaten nicht mehr. ich bin es so leid, jede nacht in einem anderen hotelbett schlafen zu müssen. ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr sich alles in mir dagegen sträubt. die letzten zwei tage war ich eine völlig andere person in einem anderen leben und was ist heute? tränen, verzweiflung und wieder diese tiefe erschöpfung. ich sollte wütend sein, auf mich und auf das, was ich tue oder auch nicht tue, aber ich kann es nicht, es geht nicht. ich bin nur traurig und versinke bis zum hals in selbstmitleid. und stelle mir schließlich die frage, die sich jeder irgendwann einmal stellt; warum kann ich nicht ein einziges mal mit dem zufrieden sein, was ich habe? warum muss ich mich immer nach etwas anderem sehnen? alles tut weh und ich greife nach meinem handy um jemanden anzurufen - aber mir fällt niemand ein. niemand, dem ich all das zumuten möchte. diese ganze herzkotze, dieses durcheinander. ich muss es mit mir allein ausmachen, anders geht es nicht. und trotzdem gehe ich mein adressbuch durch, überlege, zweifle. und schalte mein handy aus. es gibt ja doch nichts zu sagen. alles, was in meinem kopf und meinem herzen ist, ist gefühl; ich kann keinen klaren gedanken mehr fassen.

***

It seems I've found a road to nowhere
And I'm trying to escape
I yelled back when I heard thunder
But I'm down to one last breath

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