Donnerstag, 18. März 2010

167.

heute ist frühling. die sonne scheint herein und wärmt sogar, die fenster stehen offen, überall in der wohnung sind blumen. außerdem fühle ich mich zum ersten mal seit sonntag entspannt. nachher kommt philine und wir trinken einen tee zusammen und gehen dann in die george grosz ausstellung. eigentlich hatte ich angst, mich mit ihr zu treffen, weil wir uns so lange nicht gesehen haben, aber während des vhs-kurses haben wir uns so gut verstanden, dass ich einfach letzte woche beschlossen habe, es zu riskieren. und sie war sofort begeistert und wollte ja sowieso schon ewig mal meine wohnung gesehen haben... in frankfurt war es toll - allerdings erst, als ich auf den gelben zettel schaute und sah, dass ich ja gar keinen sehtest machen muss. ich war so erleichtert. stattdessen gab's nur blut abnehmen und ein kurzes arztgespräch, dann war ich wieder frei. da kam dann gleich der nächste gute punkt; mein netter arbeitgeber bezahlt mir nämlich doch nicht wie zunächst gedacht nur die hinflüge, sondern auch die rückflüge. das bedeutet immerhin eine geldersparnis von über 200 euro!

trotzdem habe ich dann gemerkt, dass es in letzter zeit einige sachen gab, die mich fertig machen. und dazu gehört(e) auch mein momentaner arbeitgeber. das klima wird von woche zu woche schlechter, die bürodamen sind gereizt und man muss sich für alles rechtfertigen. dazu kommt, dass ich keine schichten mehr bekomme. ich kann angeben, dass ich die ganze woche zeit habe und drei tage arbeiten möchte - dann bekomme ich einen tag und nur 5 stunden. ich hatte schon versucht das zu klären, indem ich fragte, ob man mich nicht auf 400 euro basis einstellen könnte. generell wär das möglich, erklärte man mir, aber bei mir im speziellen nun nicht, da sie im moment ohnehin zu viele 400 euro kräfte hätten. da ich aber nicht einsehe, ab april auf steuerklasse 6 zu laufen, wo mir jetzt schon von meinen 300 euro nur knapp 200 bleiben, habe ich gekündigt. natürlich hatte ich vorher (nachts) einen zusammenbruch inklusive zwei stunden weinen. aber herr fuchs hat mich wieder aufgebaut und dann habe ich beschlossen, zu tun, was mir guttut. ich bin einfach nicht der mensch, der zwei jobs gleichzeitig machen kann und dabei auch noch zeit für familie und freund/e haben kann. mir genügt ein job. also habe ich heute morgen mit klopfendem herzen angerufen und mit meinem chef gesprochen. er fand es zwar schade, meinte aber sofort, wenn ich ab herbst wieder studiere, könnte ich mich gern wieder melden, dann würden sie mich wieder nehmen. das ist natürlich super, weil ich als werksstudent keine abzüge hätte. ich habe also schon einen möglichen job für mein studium und das beruhigt mich nun doch.

außerdem kann ich mich jetzt voll und ganz auf das fliegen konzentrieren, und vor allem auf die schulungen. manchmal verstehe ich schon, dass meine mama immer sagt, ich wäre ein glückskind. irgendwie klappt doch meistens das, was ich mir vornehme und was ich gern möchte. es ist gut, sich das ab und an zu sagen.

Keine Kommentare: