Sonntag, 1. November 2009

IM ZUG.

(gestern auf der fahrt von köln nach hause geschrieben. inzwischen sieht es in mir schon wieder ein wenig anders aus, aber das muss erst noch in ruhe überdacht werden.)

es ist so ein absurdes gefühl, nach diesen vier tagen im zug "nach hause" zu sitzen. nach viel zu viel alkohol, viel zu wenig schlaf und jeder menge spaß. ich war auf der messe in köln, um meinem herrn papa zu helfen (wie ich es seit drei jahren tue) und dieses mal war noch besser als die male zuvor. wir haben jede menge unsinn gerdet (und gemacht) und ich war so glücklich. natürlich freue ich mich auf herrn fuchs und unser katzenkind, aber trotzdem ist es einfach ein komisches gefühl, jetzt zu fahren und zu wissen, dass man sich vielleicht erst in zwei jahren wiedersieht (was ich natürlich nicht hoffe...). am besten verstanden habe ich mich wohl mit gerald und christian - aber das war auch schon immer so. die beiden kommen aus österreich (ich LIEBE den österreichischen akzent) und zusammen mit claudia, uwe, pam, elke und den anderen war es einfach richtig toll. am mittwoch ging die messe los und mein herr papa und ich kamen um kurz nach zehn dort an. meine aufgaben waren im prinzip bedienen, dolmetschen, auf- und abräumen und essen machen. normalerweise geht die messe von zehn bis achtzehn uhr, aber bereits am ersten abend blieben wir bis um zwölf uhr auf unserem stand, tranken wein und sekt und hatten ziemlich viel spaß. am schluss war nur noch "der innere kern" dort - wie das eben so ist. ich hatte bereits in der nacht von dienstag auf mittwoch nicht wirklich viel geschlafen (knapp viereinhalb stunden) und den ganzen tag nicht viel gegessen - dementsprechend gut wirkte der sekt mit orangensaft. nachdem wir dann um zwölf die messe verließen, gingen wir in unser hotel (welches nur ein paar hundert meter entfernt ist) und trafen dort noch andere bekannte, mit denen wir noch bis um zwei uhr in der lobby saßen. am donnerstagabend war cocktailparty bei specks angesagt (ich verzichte auif viele erklärungen, dieser eintrag dient eigentlich nur dazu, nicht gleich alles zu vergessen), was auch sehr lustig war. die cocktails waren wirklicht toll und als auch hier um zwölf schluss war, ging es mit gerald und christian nochmal in die hotellobby, um einen absacker zu trinken. in dieser nacht konnte ich schon um viertel nach eins ins bett. gestern abend war dann wirklich am allerbesten. zuerst gingen wir (knapp fünfzig leute) in ein kölnisches haxenhaus, wo es sehr leckeres, typisch köllsches essen gab. etwa gegen halb zwölf wanderten wir dann (inzwischen etwa zu zehnt) weiter zu "papa joe's", wo es schnaps und bier gab (und cola für mich). als dort geschlossen wurde hatten wir natürlich noch keine lust, nach hause zu gehen. also landeten wir gegen halb zwei in einem irish pub, wo auch getanzt wurde. dort war es dann richtig lustig (schlagworte: red bull, fußmassage, "ich war noch niemals in new york", "du vertraust mir nicht", tanzen, u2, pam!)... irgendwann war auch dort schluss, aber gerald, chrsitian, pam, claudia, ich und zwei kunden (unter anderem uwe³) hatten noch immer nicht genug. wir wollten in der lobby noch etwas trinken, da war aber schon alles zu. also versuchten wir es im nächsten hotel, wenige meter entfernt - ohne erfolg. schließlich landeten wir an der tankstelle, wo wir uns zu trinken kauften und schließlich davorsaßen. als uns das zu kalt wurde, gingen wir ins hotel zurück und wollten eigentlich schlafen gehen... eigentlich. daraus wurde dann eine knapp halbstündige aufzugfahrt (mit SEHR viel gekicher und lautem lachen). das war natürlich nicht geplant, aber wir wollten in den fünften stock und immer, wenn wir oben waren, drückte jemand auf den knopf, sodass wir zurück ins parkhaus fuhren. gegen vier uhr landeten christian, gerald und ich dann in claudias zimmer, wo wir noch wasser tranken (etwas anderes hatte sie nicht mehr und eine minibar gab's nicht). um viertel nach fünf lag ich dann endgültig im bett - nur um zwei stunden später wieder so richtig aufzuwachen (zuviel red bull). jetzt bin ich furchtbar müde, mein magen grummelt und ich bin noch immer so froh, dass ich wieder dabeisein durfte, auch wenn mein herz schon jetzt vor sehnsucht wehtut. solche tage gibt es einfach viel zu selten - einfach mit freunden (und / oder arbeitskollegen) zusammensein und so richtig viel spaß haben und blödsinn machen... unvergessen auch gerald, der die taxifahrt vom irish pub zum hotel mit einem zwanzig euro schein bezahlen wollte, der ihm neben den sitz fiel (sodass er nicht mehr drankam). hinten: drei furchtbar laut lachende menschen, die überhaupt keine hilfe waren (christian, pam und ich). die taxifahrerin verstand leider nicht so viel spaß, aber das war uns im prinzip egal. jetzt brauche ich bestimmt eine zeit, um mich wieder "umzugewöhnen". ich habe das schon öfter gemerkt: ich bin einfach so germ mit diesen menschen zusammen und verstehe mich so gut mit ihnen, dass ich es einfach schade finde, dass wir uns nur alle ein oder zwei jahre sehen. da kann ich nur hoffen, christian macht sein versprechen wahr und schickt mit bald eine einladung nach österreich. mit seiner frau habe ich mich schon in krems so gut verstanden.
die wichtigsten "insider":
- schwiegi und buchi
- kannst du auch cola? bitte.
- kannst du auch blaue schokolade?
- das ist eine weibliche ente, die ist nicht rasiert.
- wenn du dich anlehnst und irgendwas spürst - das ist nicht mein schlüsselbund, nur dass du das weißt.
- monchichi (oder auch monchi)
- glatzenkuss
- red passion
- nicht schon wieder nach unten!
- ich bin glücklich verheiratet.
- gibt's hier noch rippchen?
- oben armani, unten armani und in der mitte pirelli
- und es bewegt sich doch.
- 270 euro
- 20 / 80
- mami, mami, bind' den zopf nicht so fest!
- was ist denn eine "schloafbrille"?
- you are a little bit late...
- ahh, ein schenkelspreizer!
- majestix
- könnten sie mich BITTE festnehmen und mir handschellen anlegen?
- der besteht nur aus kräutern, das ist quasi medizin.
- wo sind die zehn euro praxisgebühr?
- meeting
- aw ceo

nun liegen noch dreieinhalb stunden zugfahrt vor mir, in der ich versuchen werde, ein wenig schlaf nachzuholen. aber ich wusste schon, dass ich es nicht schaffen werde zu schlafen, bevor ich nicht ein wenig von dem loswerde, was in den vergangenen tagen passiert ist.

1 Kommentar:

shekaina hat gesagt…

jaja, wir österreicher haben unseren eigenen charme, wobei ich bezweifle, dass du mich (aus tirol) auf anhieb verstehen würdest, wenn ich dialekt sprechen würde- ich kann aber auch hochdeutsch ;-)
schön, dass es dir so gut getan hat, das freut mich, alles liebe