die arbeit ist wirklich anstrengend, aber ich muss sagen, dass ich die zeit bisher erstaunlich gut rumgekriegt habe. ich könnte nicht behaupten, dass es miczh übermäßig erfüllt, aber es tut gut zu wissen, dass man etwas tut. außerdem werde ich ja mit einem wundervollen urlaub am ende des jahres entlohnt. die kollegen und kolleginnen sind sehr nett, fast alles studenten und mit den meisten kann man sich gut unterhalten. außerdem passieren zwischendurch auch sehr lustige dinge, zum beispiel, dass da plötzlich rupert everett (george aus "die hochzeit meines besten freundes") knapp fünf meter von einem entfernt rumsitzt und autogramme für sein neues buch gibt. zuerst wusste ich gar nicht, woher ich ihn kenne, aber dann hat es bei mir geklingelt. da er so praktisch saß, konnte ich ihn immerhin eine gute halbe stunde anschauen (autogramme geben lassen dürfen wir uns ja leider nicht - "die hochzeit meines besten freundes" ist eier der lieblingsfilme meines herrn papa). der einzige riesengroße nachteil ist, dass man mal locker fünf stunden am stück auf ziemlich genau derselben stelle steht. meine füße tun so weh, dass ich gar nicht mehr weiß, wie es vorher war. ich weiß ja bereits von meinem vorherigen job, dass man das irgendwann nicht mehr merkt, aber anstrengend ist es trotzdem, wenn es nichts zu tun gibt und man einfach nur dasteht. montag bis mittwoch bin ich wieder dort, heute habe ich mich vor allem mit staubsaugen, putzen, aufräumen und entstauben beschäftigt. mein bester ist heute in der schule und vor halb acht nicht zuhause, also werde ich vielleicht noch die fenster putzen. langeweile gibt es hier jedenfalls nicht.
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