Freitag, 25. September 2009

neuer Mut.

so. nun habe ich mich wieder etwas beruhigt. ich habe mit meiner besten gesprochen (die leider auf unbestimmte zeit in australien ist) und sie meinte - ganz pragmatisch: wenn du nicht weißt, was du amchen willst, warum studierst du nicht einfach etwas? und ich finde, sie hat recht. ich denke, es ist kein problem, etwas zu studieren, was mich interessiert, und dann zu schauen, was ich machen möchte. ich habe mich über einige studiengänge informiert und mich entschieden, mich einfach zu bewerben, wenn ich bis dahin wirklich noch nicht weiß, was ich möchte. immerhin habe ich somit noch bis mitte juli 2010 zeit. meine bevorzugten studiengänge wären deutsche philologie und germanistische linguistik. es gäbe noch mehr studiengänge, aber man darf sich ja pro uni leider nur für einen studiengang bewerben. immerhin gibt es aber noch die möglichkeit, einen zweit- und drittwunsch zu äußern, was ich auf jeden fall tun werde.

gestern war ich dann bei einer schulung, da ich mich für einen inventurjob beworben habe. was soll ich sagen... die arbeit wird bestimmt nicht schwer, aber die schulung war sehr seltsam. der mann, der sie leitete, war so typisch. genau so hatte ich ihn mir vorgestellt (mit etwas zu großem hemd, bart, komischer frisur und handy am gürtel). ich bemühe mich stets, meine vorurteile aus dem weg zu räumen, aber dieser mann hat mich in meinem glauben nur bestärkt. er erzählte zum teil fünf mal dasselbe, weswegen die schulung auch wesentlich länger dauerte, als es nötig gewesen wäre. ich meine, es geht darum, dinge zu zählen, mehr nicht. außerdem bekommen wir vor jeder einzelnen inventur nochmals ein kurzbriefing und es gab zusätzlich einen merkzettel. natürlich habe ich trotzdem artig zugehört und auch gleich zwei nette mädels in meinem alter kennengelernt. alle anderen waren zwischen 30 und 40 und wir hatten nicht wirklich viel gemeinsam. mit den beiden bin ich dann auch den langen weg bis ins zentrum zurückgefahren (fast zwei stunden...) und eine von ihnen konnte mir heute sogar einen promojob (mit stundenlohn, nicht auf provisionsbasis) vermitteln. also habe ich nun zwei kleine jobs, was mir bestimmt guttun wird. und das komische war, obwohl die schulung so daneben war, hat es sich sofort richtig angefühlt. ganz anders als noch im frühling im callcenter. die leute waren seltsam, aber es gefiel mir trotzdem und ich wusste gleich, dass ich das machen will. noch dazu ist der job ja zeitlich begrenzt (es sind sechs inventuren innerhalb von zwei monaten). das wird dann gleichzeitig auch mein urlaubsgeld sein, wenn ich im winter mit herr fuchs wegfahre.

ich kann also wieder durchatmen und muss mich nicht auf die praktika versteifen, was mir wirklich guttut.

1 Kommentar:

Herr John hat gesagt…

Wo wirst du denn studieren werte Hutmacherin?