ich will das nicht mehr. ich will mir die ohren zuhalten, laut schreien, die augen schließen, weglaufen. ich kann nicht neben den beiden auf dem sofa sitzen. während sie sich anschweigen, so sehr, dass es wehtut. und auch nicht wenn sie anstoßen. auf was? auf ihre trennung? natürlich, ich verstehe beide seiten. aber ich will das nicht. vor ein paar wochen dachte ich noch, ich will einfach, dass sie sich äußert. dass sie sagt, was nun ist, was sie will. jetzt sucht sie eine wohnung und das will ich aber erst recht nicht. die liebe ist weg, sagt sie. das kann ich nachvollziehen, ich habe das selbst erlebt. aber ich sehe auch ihn. wie er leidet, wie er nicht mehr weiterweiß, wie es ihm schlecht geht. und verdammt ich liebe sie beide. natürlich will ich, dass es beiden gutgeht, auch wenn das anscheinend nicht möglich ist. sie braucht freiheit. sie macht ernst. und ich? ich bin doch das kind. ich will keine veränderung. ich will keine getrennten eltern. ich will nach hause kommen und sehen, wie sie sich küssen. ich will nicht, dass sie in getrennten zimmern schlafen. vielleicht tut es auch mir gut, sie nicht immer in einem haus zu sehen, wie sie sich gegenseitig aus dem weg gehen. wie sie diskutieren, streiten, schweigen. aber es ist so endgültig. und es tut so weh. ich vermisse meine familie. ich will das nicht verlieren. und ich habe angst. angst, meine mama zu verlieren oder meinen papa. mehr angst habe ich um meine mama. sie redet nicht wirklich mit jemandem und sagt, sie braucht keine hilfe. sie kann so radikal sein, so kalt. ich glaube zu spüren, dass da noch mehr ist. mehr als keine liebe mehr. irgendetwas verborgenes, über das sie nicht sprechen will. sie ist so verdammt stolz und macht sich damit selbst kaputt. und ich will nicht böse auf sie sein, weil sie meinem papa wehtut. das treibt sie von mir weg, ich spüre es. vielleicht muss sie schon deswegen ausziehen. damit nicht immer einer komisch guckt, wenn ich mit dem anderen lache und rede. natürlich wissen sie, dass ich sie beide liebe. aber auch ich weiß, dass es sich manchmal anders anfühlen kann. entgegen jeder vernunft. ich will das zurück, was ich hatte. meine eltern, gemeinsamen urlaub. ich will nicht noch mehr probleme. ich bin schon so verdammt kaputt. ich kann darüber reden, aber es tut deswegen nicht weniger weh. etwas in mir ist immer noch ein kind. und dieser teil in mir will einfach, dass alles ist wie immer. dass ich nach hause komme und die stimmung nicht so komisch ist, dass ich nach spätestens fünf minuten wieder weg sein möchte. ich will jetzt nicht weinen und schwach sein. ich verstehe sie ja. rational. wenn sie sagt, dass ich ja auch nicht mit dem ex zusammengeblieben bin, nur weil sie den so nett fand und weil er mir "nichts getan" hat. ich weiß wie es sich anfühlt, jemanden nicht mehr zu lieben. wie schlimm das ist. die vorwürfe. und dass man trotzdem weitermacht. ich verstehe, dass sie nicht für uns - ihre fast erwachsenen kinder - mit ihm zusammenbleiben kann. weil wir dann irgendwann selbst familie haben und sie immer noch hier ist. mit ihm. dass sie das nicht will. aber es tut so weh, dass ich es nicht ausdrücken kann. sie soll mich in den arm nehmen und sagen, dass alles wieder gut wird. sie soll ihn einfach umarmen. bitte. warum geht das nicht?
you see my old man's got a problem
he lives with the bottle that's the way it is
he says his body's too old for working
i say his body's too young to look like his
my mama went off and left him
she wanted more from life than he could give
i said somebody's got to take care of him
so i quit school and that's what i did
you got a fast car
but is it fast enough so we can fly away
we gotta make a decision
leave tonight or live and die this way
i remember we were driving, driving in your car
speed so fast i felt like i was drunk
city lights lay out before us
and your arm felt nice wrapped 'round my shoulder
and i had a feeling that i belonged
and i had a feeling i could be someone
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